unkomprimiertes Video über HDMI
Was bedeutet eigentlich "unkomprimiertes Video" am HDMI-Ausgang?
Nun - wer beim "Videographieren" (oder sollte man einfach Filmen sagen?) gern in der Nachbearbeitung an den Farben schraubt, wird schnell feststellen, dass das Rohmaterial nur wenig Spielraum für Veränderungen lässt. Der Grund ist, dass die Formate, in denen DSLR-Kameras die Videodaten komprimieren, quasi viele ähnliche Farben zu einer zusammenfassen um Datenvolumen zu sparen, und die effiziente Aufzeichnung auf CF-Karten überhaupt möglich zu machen.
Mit neuer Firmware auf der Canon 5D MarkIII oder mit einer Nikon D800 kann man am HDMI-Anschluss direkt ein Bildsignal erhalten, das nicht datenreduziert wird. Um diesen Vorteil zu nutzen, benötigt man dann natürlich einen Recorder, der idealerweise direkt in einem verbreiteten und verlustarmen Codec wie dem Apple ProRes HQ aufzeichnen kann. Das spart einerseits die Konvertierungsverluste beim Umwandeln der Daten zum Schnitt (die DSLRs zeichnen in der Regel sogenannte inter-frame-codecs auf bei denen vereinfacht ausgedrückt von Bild zu Bild nur die Veränderung gespeichert wird, und nicht der eigentliche Bildinhalt - zum Schneiden ist das denkbar ungünstig). Andererseits kann man auf die volle Farbdarstellung des Sensors zugreifen, eine 5D MarkIII bietet zum Beispiel einen 8bit 4:2:2 Full-HD stream an.
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Erstellt am Freitag, 10. Mai 2013 09:56